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Knorr-Bremse SteeringSystems strukturiert Software-Verwaltung mit versiondog

Selbst eine nur „gefühlte“ Dauer von Ausfallzeiten kann zu lange sein. Deshalb setzt die Instandhaltung bei Knorr-Bremse SteeringSystems in Wülfrath auf versiondog als Software für das Datenmanagement und die Versionsverwaltung der Programmstände. Jetzt sind immer alle Daten – samt Schaltplan, Handbuch und Dokumentation - direkt an jeder Maschine vorhanden.

Seit Mitte 2017 firmiert das Center of Competence für Lenksysteme in Wülfrath offiziell als Knorr-Bremse SteeringSystems GmbH. Die ehemalige tedrive Steering Systems gehört als Tochtergesellschaft schon seit Anfang 2016 zum Konzern. Die Produktsynergien zwischen der Kernkompetenz Bremse und dem neu hinzugekommenen Know-how in der Lenkungstechnik sind nach Ansicht des Unternehmens die Basis für die nächste Stufe von komplexen Fahrassistenzsystemen und des autonomen Fahrens.

Ein besonderes Merkmal des Standortes Wülfrath ist die dort dominierende Einzelteilfertigung mit hoher Fertigungstiefe, während andere Standorte ihren Schwerpunkt auf die Montage gelegt haben. Entsprechend unterschiedlich sind daher die Maschinenparks. Neue Technologien wie beispielsweise kollaborative Roboter (Cobots) werden je nach Relevanz in einzelnen Werken getestet, wobei die Instandhaltung immer eingebunden ist. 

Stillstand durch Suchen

Grundsätzlich werden einheitliche Fertigungsstandards angestrebt und in der Qualitätssicherung gelten jetzt schon gleichermaßen hohe Anforderungen. Qualitätsrelevante Daten werden deshalb auch in einer gemeinsamen Datenbank gespeichert. Was die Instandhaltung betrifft, sind die einzelnen Werke dagegen noch relativ autark. Das ist nicht zuletzt den stark differierenden Aufgaben einzelner Werke geschuldet.

Schon vor der Übernahme durch Knorr-Bremse SteeringSystems haben sich Marvin Lindemann, Instandhaltungskoordinator bei Knorr-Bremse SteeringSystems, und sein Instandhaltungsteam mit versiondog befasst, um die Zahl der Maschinenausfälle und insbesondere die daraus resultierenden Stillstandzeiten zu reduzieren. Die Ausfälle waren nicht überdurchschnittlich häufig, aber vor allem zwei Faktoren zogen Stillstände im Zusammenhang mit Steuerungsfehlern unnötig in die Länge: die Suche nach dem Datenträger mit dem aktuellen Softwarestand und der Vergleich mit der auf der jeweiligen Steuerungseinheit aufgespielten Version.

Parallele Bearbeitung vermeiden

Auch war man auf der Suche nach einer Möglichkeit, die parallele Bearbeitung von Projekten zu vermeiden. Von der Datenmanagementsoftware versiondog versprach man sich die notwendige Unterstützung. Bevor die Entscheidung für versiondog fiel, wurde ein Pilotprojekt initiiert, bei dem zwei Mitarbeiter die Software an mehreren - sowohl an neuen als auch schon länger eingesetzten - Maschinen und Robotern testeten. Einige ältere DOS-Oberflächen erforderten eine geringe Anpassungsarbeit, die mit Fachkenntnis einfach zu leisten war.

„Wir haben Vor- und Nachteile gegenübergestellt, gerechnet und uns dann für versiondog entschieden“, erinnert sich Lindemann. Nach und nach wurden dann alle Maschinen in versiondog integriert und alle Programmstände gesichert. „Somit hatten wir ein aktuelles Bild unserer Maschinen und den aktuellen Softwarestand zentral und für jeden Berechtigten jederzeit greifbar.“ Dass versiondog eine große Bandbreite an Geräteherstellern unterstützt, ist ein großer Vorteil für Knorr-Bremse SteeringSystems. „Mit dem System verwalten wir sowohl unsere Steuerungen von z.B. Siemens oder FANUC als auch KUKA- und Stäubli-Roboter sowie Antriebe von SEW oder Siemens.“
Zudem wurde das System so parametriert, dass der Mitarbeiter immer einen Änderungsgrund angeben muss. Ohne eine ordnungsgemäße Ablage und Dokumentation lässt sich das geänderte Programm nicht versionieren.

Änderungshistorie

Übermäßig lange Ausfallzeiten durch Suchen nach der aktuellen Version gehören jetzt der Vergangenheit an. Durch die integrierte Dokumentationsfunktion für Änderungen gibt es eine zusätzliche Zeitersparnis sowie einen besseren Überblick. So ist auch in der übernächsten Schicht noch klar, was von wem geändert wurde. In einem Betrieb, in dem wie in Wülfrath dreischichtig gearbeitet wird, ist das ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Automatisch wird in versiondog die Änderungshistorie festgehalten. Wie viele Backups abrufbar sein sollen, lässt sich einstellen. Bei Knorr-Bremse SteeringSystems sind es aktuell 20, da Backups derzeit noch manuell durchgeführt werden. Lindemann: „Sobald wir automatische Backups einführen, werden wir prüfen, ob das noch passt.“


Instandhaltung ganz praktisch

Rund 400 Komponenten werden über versiondog verwaltet. Die teilweise sehr unterschiedlichen Steuerungseinheiten spiegeln die sukzessive Erneuerung der Produktionsausstattung wider. Unterschiedliche SPS-Generationen sind ebenso zu finden wie Antriebstechnik, CNC und Roboter diverser Hersteller. Um die zentrale Datenablage zu komplettieren, wird auch die Anlagendokumentation in versiondog abgelegt. Marvin Lindemann: „Wir haben eine Komponente erstellt, in der wir die Bedienungsanleitung für die jeweilige Maschine als PDF ablegen.“ So entfällt nicht nur die Suche nach dem jeweils aktuellen Stand der Software, es steht auch das richtige Handbuch jederzeit zur Verfügung. Der Mitarbeiter kann so bei Bedarf direkt an der Maschine nachschauen.

Und noch eine wichtige Erweiterung hat Lindemann veranlasst: neben den Dokumentationen sind auch jeweils alle Schaltpläne „vor Ort“ greifbar. „So haben wir alles abgelegt, was der Instandhalter benötigt“, erzählt Lindemann.

 

„Der größte Nutzen liegt für uns darin, dass unser Arbeitsalltag erleichtert wird. Stillstände von Maschinen, die durch eine nicht auffindbare aktuelle Programmversion verursacht werden, gibt es nicht mehr."

 

Marvin Lindemann, Instandhaltungskoordinator bei Knorr-Bremse SteeringSystems GmbH

Erleichterung im Arbeitsalltag

Was den ROI betrifft, hatte man bei Knorr-Bremse SteeringSystems mehrere Szenarien gerechnet, immer mit der Idee, dass sich die Investition in weniger als drei Jahren rechne. Marvin Lindemann: „Der größte Nutzen liegt für uns darin, dass unser Arbeitsalltag erleichtert wird.“ Stillstände von Maschinen, die durch eine nicht auffindbare aktuelle Programmversion verursacht wurden, gebe es nicht mehr.

Über den Lieferanten-Check-Out, eines der standardmäßig integrierten Features, arbeiten auch externe Dienstleister mit versiondog. „Das ist cool“, hat der Instandhaltungskoordinator aus dem Kreis der Serviceleute gehört. Die Kollegen können so genau nachvollziehen, was der externe Programmierer geändert hat. Gibt es Probleme an der Maschine, lassen sich diese umgehend und ohne externe Hilfe beheben.

Immer aktuell

Ein Blick auf die versiondog Oberfläche zeigt, dass bei Knorr-Bremse SteeringSystems mit der aktuellsten versiondog Version gearbeitet wird. Lindemann: „So stellen wir sicher, dass wir alle verfügbaren Funktionen und Features nutzen können. Die regelmäßigen Versions-Updates von AUVESY machen es uns an dieser Stelle sehr leicht.“ Leicht hat es das Unternehmen auch bei der Schulung seiner Mitarbeiter. Aktuell sind bei Knorr-Bremse SteeringSystems in Wülfrath neun Elektroinstandhalter auf versiondog geschult. Zwei Tage waren – auch im Rückblick – vollkommen ausreichend. Und wenn es wirklich einmal irgendwo klemmt? Marvin Lindemann ist da ganz entspannt: „Den Support müssen wir so gut wie nie anrufen. Und wenn ich tatsächlich einmal etwas hatte, wurde das noch am selben Tag gelöst.“

 

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Anwenderbericht Knorr-Bremse Steering Systems

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